Schlagen in der Angewandten Synergetik

Für die weitaus größte Zahl der seelischen, im Außen nicht sichtbaren
Verletzungen gibt es in unserer Gesellschaft kein Rechtsinstitut.
Innenweltarbeit gibt der inneren Notwehr einen angemessenen
Platz. Dieser befindet sich in der Innenwelt des Verletzten, da, wo die
Verletzungen gespeichert wurden. Hier, in ihrer inneren Wirklichkeit,
konnte Antonia zur Selbsthilfe greifen. Mit dem biegsamen Synergetischen
Schlagrohr war es ihr möglich, sich gegen das bedrohliche
Energiebild ihres gewalttätigen Vaters wirkungsvoll zu verteidigen,
gleichzeitig ihre gestaute Wut zu entladen und schadlos Rache zu nehmen.
Diese Stimme der Rache tat ihrem Sinn für Gerechtigkeit genüge und
verhalf zur Klärung der Wahrheit. Schadlos deshalb, weil von außen
gesehen nur auf den Boden geschlagen wird, vom Klientenstandpunkt
aus auf das Konfliktobjekt und synergetisch gesprochen auf die
Vorstellung vom Konfliktobjekt. Diese körperliche Handlung lässt
ein ungeheuer hohes und verdichtetes Energieniveau entstehen und
löscht gleichzeitig die Energie der Konfliktursache.

Angewandte Synergetik – auch für Pippi Langstrumpf?

Die Botschaft, die Astrid Lindgren mit dieser Figur 1944 gegen
Ende des Zweiten Weltkrieges millionenfach in die Welt gebracht
hat, ist einfach nachvollziehbar und richtig: zu zeigen, dass Kinder
sehr wohl aufgrund ihrer Wünsche und Ideen ein eigenes Lebenskonzept
aufbauen wollen. Wenn man sie es denn – wie bei Pippi –
ausprobieren lässt. Als Erwachsene sind sie dann fähig, eine bessere
Welt aufzubauen, so wohl Lindgrens geniale Idee.
Doch dazu musste Astrid Lindgren ihre Figur Pippi zu einer
Waisen machen. Etwa weil sie wusste, dass zur damaligen Zeit und
teilweise auch noch heute Eltern wenig Vertrauen in die Wünsche
und Vorstellungswelt ihrer Kinder haben? Die Willensfreiheit, die
Immanuel Kant im 18. Jahrhundert anmahnte, war nur für Erwachsene
gedacht. Was Wunder – Kant war ja bekanntlich kinderlos. Wie
aber sollen Kinder Willensfreiheit entwickeln können, wenn sie in
der Kindheit nicht eingeübt wird und die Eltern ihre Sprösslinge
dabei auch nicht unterstützen?
Deshalb also muss Pippi ein Waisenkind sein, unbehelligt von
Eltern, die ihre Freiheit beschneiden könnten. Das Problem dabei
ist, dass Pippi, wenn sie das wunderbare Gefühl der Freiheit an die
Zukunft – an ihre eigenen Kinder – hätte weitergeben wollen, sie
dabei in Schwierigkeiten geraten wäre. Weil Pippi zu wenig Vorstellungen
von Familie in sich hätte aktivieren können. Als Waise fehlte
ihr die Prägung dazu. Ohne die Tochter einer Mutter gewesen zu
sein, wird sie sich schwer tun, die Mutter einer Tochter zu sein.

Boykotteure in unserer Innenwelt

Boykotteure sind den Klienten zu 99% unbewusst. Wie der Name schon sagt, verhindern sie, dass es uns gut geht, dass wir genug Geld verdienen, dass wir eine Familie haben, dass wir das, was wir können, an die Welt weitergeben. Sie entstanden in Stresssituationen in unserer Kindheit und führen ein von uns unbemerktes Eigenleben. Wenn wir in einer Synergetik-Sitzung mit ihnen sprechen, sind sie meist bereit, in Zukunft mit uns zu kooperieren. Wenn nicht, wird mit dem Boykotteur so lange weiter gearbeitet, bis ein für die Klienten befriedigendes Ergebnis erzielt wird.

Unsere Selbstheilungskräfte anregen

Albert Schweitzer, selber Arzt, sprach von einem Inneren Arzt, den jeder in sich trägt. Es sind unsere Vorstellungskräfte und ihre Ausrichtung (Blase), die unsere angeborenen Selbstheilungskräfte anregen oder blockieren können. Angewandte Synergetik sucht die uns meist unbewussten Saboteure,  die uns nicht gesund sein lassen. Einer der bekanntesten Saboteure ist der „Krankheitsgewinn“.

Denkmuster erkennen

Denk- und Gefühlsmuster entstehen in der Herkunftsfamilie. Wenn sie das eigene Wohlbefinden oder das der Mitmenschen behindern, können sie in einer Sitzung aufgespürt und verändert werden.  In selbsterschaffenen inneren Kulissen und Szenen kann ein neues, stimmiges Denken und Fühlen durchgespielt werden. Über kurz oder lang hat dies positive Auswirkungen auf die äußere Realität der Klienten.

Angewandte Selbstheilung bei den Senoi

Das kleine Volk der Senoi lebt im 500 Millionen Jahre alten Dschungel Malaysias. Täglich besprechen sie in der Gruppe unter Anleitung ihres Schamanen ihre Nachtträume. Wenn diese Träume einen schlechten Ausgang hatten, lehnen sie sich einfach in einen entspannten Zustand zurück und erschaffen mit ihren Vorstellungen einen positiven Traumausgang. Die Senoi leiden erstaunlich wenig unter körperlichen und psychischen Krankheiten oder Kriminalität. Diese uralte Traumarbeit ist die Blaupause für Angewandte Synergetik.

Wir sind Placebo

Die Placebo-Forschung der letzten Jahre hat ergeben, dass beispielsweise Rückenschmerzen – obwohl kein klinischer Befund vorliegt – durch eigene Vorstellungskraft in ihrer Intensität um bis zu 80% gesenkt werden können. Umgekehrt gibt es Menschen, die auf Grund des klinischen Befundes eigentlich fürchterliche Rückenschmerzen haben müssten, sie aber nicht verspüren. Woran liegt das?

Heilung unserer inneren Familie

Unsere innere Familie bestimmt, wie wir uns im Alltag verhalten: ob wir Erfolg haben oder von Misserfolgen in unseren Beziehungen oder im Beruf gequält werden. Unsere innere Familie hat sich in unserer Kindheit aus unserer Herkunftsfamilie gebildet. Hat diese uns kein angemessenes Verhalten oder passende Bewältigungsstrategien bzw. Visionen vermittelt, können wir dies in unserer Innenwelt nachlernen.

Der Mensch ist das Werkzeug seiner Heilung

Der Ansatz bei Angewandter Synergetik ist psychosomatisch. D. h. eine Krankheit hat sich auch durch die Lebensart und die Gedanken des Menschen gebildet. Wenn er seine Lebensgeschichte zurückverfolgt, kann er an den entscheidenden Abzweigungen (ungelöste Konflikte, unverarbeitete Verluste) Veränderungen vornehmen. Deshalb ist der Mensch selbst das Werkzeug seiner Heilung.